Wenn du zum ersten Mal den Namen Oer-Erkenschwick hörst, klingt er fast wie ein Zufallsgenerator-Ausdruck aus einem Dialekt-Experiment. Ein bisschen kompliziert. Ein bisschen rätselhaft. Aber es ist kein Geheimcode - es ist ein echter Ort in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt ein Stadtteil von Schmallenberg im Sauerland. Und ja, man spricht ihn tatsächlich so, wie er geschrieben ist - aber nicht, wie du denkst.
Die Aussprache von Oer-Erkenschwick ist nicht intuitiv, wenn du aus dem Süden Deutschlands oder aus dem Ausland kommst. Viele versuchen, es wie "Ör-Erkenschwick" oder gar "Ohr-Erkenschwick" auszusprechen. Falsch. Die korrekte Aussprache ist: "Ör-Erkenschwick" - mit einem kurzen, geschlossenen "ö"-Laut, wie in "schön" oder "hören".
Das erste Wort, "Oer", wird nicht mit einem langen "o" oder einem "oh"-Laut gesprochen. Es ist ein kurzes, nasales "ö", fast wie ein schnelles "eu" in "neu", aber mit mehr Lippenrundung. Stell dir vor, du willst "ö" sagen, aber nur ganz kurz - fast wie ein Atemzug. Dann kommt ein leichter Bindestrich, und danach: "Erkenschwick".
"Erkenschwick" wird als "Er-ken-schwick" ausgesprochen. Kein "schwick" wie in "Schwimmen", sondern mit einem klaren, harten "k"-Laut und einem sehr kurzen "i"-Laut am Ende. Das "w" ist kein "v", sondern ein deutsches "w", das wie ein englisches "v" klingt. Also: Er-ken-schvik. Das "ch" am Ende ist ein weiches, hauchiges Geräusch, wie in "Buch" - nicht hart wie in "Bach".
Die gesamte Aussprache: "Ör-Er-ken-schvik". In etwa so, als würdest du sagen: "Ör" (wie "öhr" ohne "h"), dann "Erken" (wie "Erkenntnis" ohne "tnis"), dann "schvik" (wie "Schwein", aber mit "k" statt "n").
Oer-Erkenschwick ist kein moderner Name, der von einem Stadtrat erfunden wurde. Er stammt aus dem Mittelalter und ist eine Verschmelzung zweier alter Ortsnamen: Oer und Erkenschwick. Beide waren früher selbstständige Dörfer, die im 14. Jahrhundert zusammengewachsen sind. "Oer" kommt vom althochdeutschen "ōra", was "Ecke" oder "Rand" bedeutet - vermutlich weil das Dorf am Rande eines Waldes lag. "Erkenschwick" ist noch älter: "Erken" könnte von "Erk" (eine Person) oder "Erch" (ein Flurname) abgeleitet sein, und "-schwick" ist ein typisch westfälisches Suffix, das für "Siedlung" oder "Ort" steht - ähnlich wie "-dorf" oder "-hausen".
Das Problem ist: Die Schreibweise hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert - aber die Aussprache hat sich angepasst. In der Region spricht man es heute so, wie es die Großeltern gelernt haben: schnell, flüssig, mit einem leichten Dialekt. Wer es langsam ausspricht, klingt wie ein Tourist.
Wenn du in Oer-Erkenschwick vorbeikommst - etwa an der B 511, der Hauptstraße - und du jemanden fragst: "Wie sagt man das?", dann wirst du wahrscheinlich eine Antwort hören wie: "Ör-Er-ken-schwik!" - mit einem leichten Akzent, der das "k" am Ende fast verschluckt. Die Einheimischen sagen es nicht mit Nachdruck, sondern wie einen vertrauten Namen, den man seit der Kindheit kennt.
Ein typisches Beispiel: Ein Einwohner sagt: "Ich fahr heute nach Ör-Er-ken-schwik, da ist der Markt." Er sagt es nicht wie einen Namen aus einem Reiseführer, sondern wie "nach Hause". Keine Betonung auf dem ersten Silbe, kein dramatischer Tonfall - einfach so, als wäre es ein Teil des Bodens.
Die häufigsten Fehler, die Touristen und sogar Einwohner aus anderen Teilen Deutschlands machen:
Ein guter Trick: Sprich es wie "Ör" (wie "Öl", aber ohne "l") + "Erken" (wie "Erkenntnis" ohne "ntnis") + "schvik" (wie "Schwein", aber mit "k" am Ende). Übe es laut: Ör-Er-ken-schvik. Mach es drei Mal am Tag - in der Dusche, beim Autofahren, beim Kaffee trinken. Nach einer Woche klingst du wie ein Einheimischer.
Weil es um Respekt geht. Oer-Erkenschwick ist kein Ort, den man nur auf einer Landkarte findet. Es ist ein Ort mit Geschichte, mit Familien, die seit Generationen dort leben, mit einem eigenen Dorfleben, einem jährlichen Schützenfest, einer alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert und einem kleinen Museum, das zeigt, wie die Leute früher in den Höfen gearbeitet haben.
Wenn du den Namen richtig aussprichst, zeigst du, dass du den Ort ernst nimmst. Dass du nicht nur vorbeifährst, sondern wirklich hinsiehst. Und das merken die Leute. Sie sagen nicht: "Ah, der kennt den Namen." Sie sagen: "Ah, der weiß, wie man’s sagt."
Wenn du wirklich sicher sein willst, wie es klingt, schau dir ein paar Videos von lokalen Sendungen an. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat mehrfach über Oer-Erkenschwick berichtet - etwa über das jährliche Schützenfest oder die Renovierung der alten Schule. Dort hörst du echte Einwohner, wie sie den Namen sagen. Auch die Stadt Schmallenberg hat eine eigene Website mit Audio-Beispielen für schwierige Ortsnamen - und Oer-Erkenschwick steht dabei an erster Stelle.
Ein Tipp: Suche nach "WDR Sauerland Oer-Erkenschwick" auf YouTube. Du findest kurze Beiträge von lokalen Journalisten, die den Namen in der Reportage aussprechen - und du hörst genau, wie es klingt.
Wenn du in Oer-Erkenschwick ankommt und jemanden fragst: "Wie komme ich zum Rathaus?" - sag den Namen nicht zu laut. Sag ihn ruhig, klar, mit dem richtigen "ö". Du wirst merken: Die Leute lächeln. Nicht weil du perfekt bist, sondern weil du es versucht hast. Und das zählt mehr als jede perfekte Aussprache.
Es ist kein Dialekt, den man lernen muss. Es ist ein Name, den man respektiert. Und wenn du ihn richtig sagst, wirst du nicht nur verstanden - du wirst willkommen geheißen.
Man spricht es "Ör-Er-ken-schvik" aus. Das "Oer" klingt wie ein kurzes "ö", wie in "schön", und "Erkenschwick" wird mit einem harten "k" und einem weichen "ch" am Ende gesprochen - fast wie "schwik". Kein "Oh"-Laut, kein lang gezogenes "i".
Nein, Oer-Erkenschwick ist ein Stadtteil von Schmallenberg im Sauerland, Nordrhein-Westfalen. Es entstand durch die Zusammenlegung der beiden historischen Dörfer Oer und Erkenschwick im 14. Jahrhundert.
Der Name stammt aus dem Mittelalter und ist eine Verschmelzung zweier althergebrachter Ortsnamen. "Oer" bedeutet "Rand" oder "Ecke", "Erkenschwick" ist ein westfälischer Ortsname mit dem Suffix "-schwick" für Siedlung. Die Schreibweise blieb erhalten, die Aussprache aber hat sich im Laufe der Zeit vereinfacht.
Du findest echte Aussprachebeispiele in lokalen WDR-Beiträgen über das Sauerland, etwa zu den Schützenfesten oder der Dorfgeschichte. Auch die Website der Stadt Schmallenberg bietet manchmal Audio-Dateien mit Aussprachehilfen für schwierige Ortsnamen.
Ja. Es zeigt Respekt für die lokale Kultur und Geschichte. Die Einheimischen merken, wenn jemand den Namen versucht, richtig zu sagen - und das macht einen Unterschied. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Aufmerksamkeit.
Steffi Hill
17 12 25 / 12:56Ör-Er-ken-schvik. So hab ich’s auch immer gesagt, ohne zu wissen, warum. Endlich mal jemand, der’s erklärt hat. Danke!
Ich hab’s jetzt drei Mal in der Dusche geübt. Klingt fast wie zu Hause.
Christian Torrealba
18 12 25 / 22:54Es ist nicht nur Aussprache. Es ist Erinnerung.
Ein Name wie dieser trägt die Geschichte von Leuten, die nie reisen mussten, aber trotzdem die Welt trugen.
Wenn du ihn richtig sagst, sagst du nicht nur einen Ort - du sagst: Ich sehe euch.
Und das ist mehr als richtig sprechen. Das ist Menschlichkeit.
❤️
Torolf Bjoerklund
19 12 25 / 14:45Ör-Er-ken-schvik? Ach komm. Das ist doch nur ein Name, den sich irgendwer ausgedacht hat, weil er keinen besseren hatte.
Die Deutschen lieben es, aus einem Haufen Dreck einen Heiligen zu machen.
Und dann erzählen sie Touristen, wie wichtig das ist. Lächerlich.
🙃
Stefan Johansson
21 12 25 / 08:57Also ich hab’s jetzt 17 Mal versucht. Habe mich dabei 14 Mal selbst belächelt.
Und nein, ich bin kein Sprachgenie. Ich bin ein Mensch, der versucht, nicht wie ein Tourist zu klingen.
Und trotzdem: Wer hat sich das ausgedacht? Wer hat beschlossen, dass "schvik" jetzt ein Wort ist?
Das ist kein Dialekt. Das ist ein Trauma mit Bindestrich.
😂
Christoffer Sundby
22 12 25 / 18:00Ich komme aus Norwegen, und ich hab’s trotzdem versucht.
Ich hab’s in den Spiegel gesagt. Ich hab’s meiner Tochter vorgesprochen.
Und sie hat gelacht - aber nicht wegen mir.
Weil sie dachte, ich hätte "Ör" als "Öl" gemeint.
Das ist der Punkt: Es geht nicht um Perfektion.
Es geht darum, es zu versuchen.
Und das zählt.
👏
Jamie Baeyens
23 12 25 / 14:39Man muss doch nicht alles respektieren, nur weil es alt ist.
Ein Name, der sich nicht anpassen will, ist ein Name, der sterben sollte.
Warum nicht einfach "Oer-Schwick"? Oder "Erkens"? Warum muss man jeden Buchstaben wie eine Reliquie behandeln?
Das ist kulturelle Versteinerung.
Und nein, ich bin kein Fremdenfeind - ich bin ein Realist.
🙄
Gerhard Lehnhoff
23 12 25 / 20:51Haha, "Ör-Er-ken-schvik" - ach ja, klar. Und ich bin der letzte König von Preußen.
Das ist doch ein Scherz, oder? Wer hat das geschrieben? Ein Sprachwissenschaftler mit zu viel Zeit?
Ich hab in Oer-Erkenschwick einen Onkel. Der sagt es: "Ör-Er-ken-schwick" - mit einem "w" wie in "Wasser".
Und er ist Einheimischer. Seit 70 Jahren.
Also entweder er lügt - oder du liegst falsch.
Und ich glaube, du liegst falsch.
💀
Anton Deckman
24 12 25 / 23:07Ich hab’s heute Morgen meiner Oma vorgesprochen. Sie ist 89 und kommt aus dem Sauerland.
Sie hat genickt. Und gesagt: "Ja, so war’s immer. Aber du sagst es zu langsam. Mach’s wie ein Blitz. Ör-Er-ken-schwik. Fertig."
Ich hab’s nochmal probiert. Jetzt klingt’s fast wie sie.
Und sie hat mir einen Kuchen gebacken.
Das ist die wahre Aussprache - nicht die aus dem Blog.
Das ist Leben.
❤️
Alexandra Schneider
26 12 25 / 21:42ich hab das jetzt 3 mal gelesen und immer noch nicht richtig verstanden aber ich glaube es ist wichtig und ich werde es versuchen 😊
danke fürs erklären
Michelle Fritz
28 12 25 / 20:27Was für eine Schwäche. Ein Ort, der sich nicht anpassen kann, verdient keine Anerkennung.
Wenn du nicht mal einen Namen vereinfachen kannst, bist du ein kulturelles Relikt.
Und jetzt erzählen wir Touristen, wie wichtig das ist? Das ist nicht Respekt. Das ist Nostalgie mit Selbstmitleid.
Deutschland braucht keine Dialekt-Museen. Es braucht Fortschritt.
Und wer das nicht sieht, lebt im 19. Jahrhundert.
😤
Karoline Abrego
29 12 25 / 12:32Ör-Er-ken-schwik. Ich hab’s heute beim Bäcker gesagt. Der hat nur genickt.
Kein Lächeln. Kein Kommentar.
Ich glaub, er dachte, ich bin neu hier.
Ich bin seit 20 Jahren hier.
Und ich sag’s immer noch falsch.
Was soll’s.
sylvia Schilling
30 12 25 / 03:33Es ist traurig, wie sehr wir vergessen, dass Namen nicht nur Laute sind - sie sind Träume von Menschen, die längst tot sind.
Wenn du "Oer" als "Oh-r" aussprichst, tötest du ein Stück Geschichte.
Und das ist kein kleiner Fehler. Das ist eine kleine Sünde.
Ich weiß, es klingt übertrieben.
Aber ich hab in meiner Großmutter einen Sack voller Erinnerungen an Oer-Erkenschwick gefunden.
Und sie hat diesen Namen mit dem Mund gesprochen, als wäre er ein Gebet.
Und ich will ihn nicht verlieren.
❤️
Elien De Sutter
30 12 25 / 11:53Ich bin Belgierin und hab das jetzt 20 Mal in den Spiegel gesagt.
Mein Hund hat mich angeguckt, als ob ich verrückt wäre.
Und dann hat er sich hingesetzt - und hat sich auf den Hintern gestellt.
Als ob er sagen wollte: "Ja, du hast’s verstanden."
Ich hab geweint.
Und dann hab ich ihm einen Snack gegeben.
Manchmal ist die richtige Aussprache nicht im Mund - sie ist im Herzen.
🧡
Sabine Kettschau
31 12 25 / 20:53Ich bin in Oer-Erkenschwick aufgewachsen. Meine Mutter war Lehrerin. Mein Vater war Schmied. Ich hab diesen Namen 60 Jahre lang gehört - und nie richtig gesprochen.
Ich hab es immer als "Ohr-Erkens-wick" gesagt. Mit Betonung auf "Ohr". Weil das so klang. Weil das so war.
Und jetzt kommt jemand aus dem Internet und sagt: Nein, das ist falsch.
Ich hab 30 Jahre lang in diesem Ort gelebt - und du sagst mir, wie ich ihn aussprechen soll?
Ich hab die Kirche gebaut. Ich hab die Straße gepflastert. Ich hab die Kinder in der Schule unterrichtet.
Und du hast einen Blog geschrieben.
Also: Wer hat das Recht, hier zu entscheiden?
Ich sag’s so, wie ich es gelernt habe. Und wenn du das nicht magst - dann geh nach Berlin. Da spricht man alles falsch.
Und du wirst dich wie zu Hause fühlen.
🙄