Wie viele Menschen leben eigentlich in Oer-Erkenschwick? Diese Frage taucht immer wieder auf - besonders wenn jemand neu in die Region zieht, eine Wohnung sucht oder einfach neugierig ist, wie groß die Stadt wirklich ist. Die Antwort ist einfach, aber sie verändert sich leicht jedes Jahr. Stand Ende 2024 hatte Oer-Erkenschwick 23.487 Einwohner. Das ist der aktuellste offizielle Wert, den das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen veröffentlicht hat. Für 2025 wird mit einem leichten Anstieg auf knapp 23.600 Menschen gerechnet - kein riesiger Sprung, aber deutlich mehr als vor zehn Jahren.
In den 1990er Jahren lebten noch über 27.000 Menschen in Oer-Erkenschwick. Damals war die Stadt noch stärker von der Industrie geprägt, viele Arbeitsplätze waren vorhanden. Mit dem Rückgang der Bergbau- und Stahlindustrie sank die Bevölkerung langsam, aber stetig. Bis 2010 hatte sich die Zahl auf unter 24.000 reduziert. Seitdem hat sich die Entwicklung verlangsamt - und kehrt sich sogar um. Seit 2018 wächst die Einwohnerzahl wieder, wenn auch langsam. Warum? Weil Oer-Erkenschwick attraktiver geworden ist: günstige Wohnungen, gute Verkehrsanbindungen nach Dortmund und Recklinghausen, und eine ruhige, grüne Umgebung machen die Stadt für Familien und junge Erwachsene interessant.
Nicht nur die Gesamtzahl zählt - auch wer genau dort wohnt, ist wichtig. Rund 48 Prozent der Einwohner sind Frauen, 52 Prozent Männer. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt leicht über dem Landesdurchschnitt, was auf eine gute medizinische Versorgung und ein hohes Engagement in der Gesundheitsförderung hindeutet. Die Altersstruktur ist stabil: etwa 18 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt, 62 Prozent zwischen 18 und 64, und rund 20 Prozent sind 65 oder älter. Das ist weniger als in vielen ländlichen Gemeinden, aber mehr als in Großstädten wie Dortmund. Es gibt also eine Mischung aus jungen Familien, Berufstätigen und Rentnern - eine typische Struktur einer mittelgroßen Stadt im Ruhrgebiet.
Dass man die Zahl der Einwohner kennt, klingt erst mal nach Statistik. Aber sie hat echte Auswirkungen auf den Alltag. Je mehr Menschen in einer Stadt leben, desto mehr Schulen, Ärzte, Supermärkte und Buslinien braucht sie. In Oer-Erkenschwick wurde deshalb in den letzten Jahren der Kindergarten- und Grundschulbereich ausgebaut. Neue Wohngebiete wie das „Wohnen am Stadtpark“ oder die Umgestaltung des ehemaligen Bergwerksgeländes in der Nähe des Bahnhofs zeigen: Die Stadt plant für mehr Menschen. Auch die Infrastruktur wird angepasst: Fahrradwege werden erweitert, der ÖPNV verbessert, und es gibt mehr Grünflächen - alles, um die Lebensqualität zu halten, während die Bevölkerung wächst.
23.500 Einwohner machen Oer-Erkenschwick zu einer kleinen Stadt - aber nicht zu einer Dorfgemeinschaft. Im Vergleich zu anderen Städten im Kreis Recklinghausen ist sie mittelgroß: Datteln hat knapp 40.000, Herten etwa 57.000, und Castrop-Rauxel über 70.000 Einwohner. Gegenüber kleineren Gemeinden wie Haltern am See (36.000) oder Marl (62.000) ist sie deutlich kleiner. Aber im Vergleich zu Orten wie Wulfen (11.000) oder Oer-Erkenschwick ist sie deutlich größer. Sie ist also ein Mittelzentrum - groß genug, um alle wichtigen Dienstleistungen zu bieten, aber klein genug, um sich noch zu kennen. Viele Einwohner schätzen genau das: die Nähe zur Großstadt, ohne den Lärm und die Hektik.
Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Einwohnerzahl bis 2030 auf etwa 24.200 steigen wird. Das ist kein Boom, aber eine stabile Entwicklung. Der Schlüssel liegt in der Wohnraumversorgung: Es werden jährlich rund 150 neue Wohnungen gebaut, meist in Form von Mehrfamilienhäusern oder kleinen Siedlungen. Gleichzeitig werden alte Industriebrachen umgewandelt - etwa das Gelände der ehemaligen Zeche Oer-Erkenschwick, das heute ein modernes Gewerbe- und Wohngebiet wird. Diese Projekte ziehen neue Bewohner an, die oft aus Dortmund oder Recklinghausen kommen, weil sie hier günstiger wohnen können - aber trotzdem schnell in die Stadtzentren gelangen.
Die offiziellen Einwohnerzahlen stammen nicht von Schätzungen, sondern von der Meldebehörde. Jeder Mensch, der in Oer-Erkenschwick seinen Hauptwohnsitz hat, muss sich dort anmelden. Diese Daten fließen monatlich in das Landesamt ein. Es gibt keine Volkszählung mehr - stattdessen wird kontinuierlich aktualisiert. Das macht die Zahlen sehr genau. Auch die sogenannte „Zweithausbevölkerung“ - also Menschen, die hier einen Zweitwohnsitz haben - wird nicht mitgezählt. Nur der Hauptwohnsitz zählt. Das ist wichtig, weil manche Leute fälschlicherweise annehmen, dass Touristen oder Studenten in die Zahl einfließen. Das tun sie nicht.
Wenn du gerade nach Oer-Erkenschwick ziehst: Du bist Teil einer wachsenden, stabilen Gemeinschaft. Die Stadt hat nicht den Druck einer Großstadt, aber auch nicht die Einsamkeit eines Dorfes. Es gibt viele Vereine, aktive Nachbarschaften und regelmäßige Veranstaltungen - vom Weihnachtsmarkt bis zum Sommerfest am Stadtpark. Die Schule ist gut ausgestattet, die Ärzte sind erreichbar, und der Bahnhof bringt dich in 15 Minuten nach Dortmund Hbf. Die Einwohnerzahl von knapp 23.500 ist kein Zufall - sie ist das Ergebnis von guter Planung, attraktiven Wohnangeboten und einer Lage, die perfekt zwischen Ruhrgebiet und ländlichem Westfalen liegt. Du wirst hier nicht verlorengehen. Du wirst Teil einer Gemeinschaft, die sich verändert - aber immer noch menschlich bleibt.
Stand Ende 2024 hatte Oer-Erkenschwick 23.487 Einwohner. Für 2025 wird mit einem leichten Anstieg auf etwa 23.600 Menschen gerechnet, basierend auf den aktuellen Melde- und Geburtsdaten.
Ja, seit 2018 wächst die Einwohnerzahl wieder leicht, nachdem sie in den 2000er Jahren gesunken war. Dies liegt an neuen Wohnprojekten, günstigen Mieten und der guten Verkehrsanbindung zu Dortmund und Recklinghausen.
Der Rückgang in den 1990er und 2000er Jahren war vor allem auf den Strukturwandel im Ruhrgebiet zurückzuführen: Der Rückzug der Bergbau- und Stahlindustrie führte zu Arbeitsplatzverlusten, wodurch viele Menschen in andere Regionen zogen.
Rund 18 Prozent der Einwohner sind unter 18 Jahre alt. Das entspricht etwa 4.200 Kindern und Jugendlichen - ein Anteil, der für eine mittelgroße Stadt im Ruhrgebiet als stabil gilt.
Die Daten kommen vom Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen und basieren auf den Meldebehörden der Stadt. Jeder Einwohner, der seinen Hauptwohnsitz in Oer-Erkenschwick hat, wird dort registriert - nur diese Personen zählen in der offiziellen Zahl.
Susanne Lübcke
7 12 25 / 09:17Ich find’s irgendwie beruhigend, dass so ne kleine Stadt noch wächst statt nur absterbt. Manchmal denk ich, die Zukunft liegt nicht in den Großstädten, sondern genau hier - wo man noch weiß, wer nebenan wohnt. Kein Stress, kein Lärm, nur Menschlichkeit.
Und ja, 23.600 ist nicht viel, aber es ist *genug*.
karla S.G
8 12 25 / 04:58Wachstum? Ach komm. Das ist doch nur, weil die Leute aus Dortmund keine Miete mehr zahlen können und hierher flüchten. Kein Wunder, dass die Stadt jetzt so 'attraktiv' ist - weil sie billiger ist. Das ist kein Erfolg, das ist Armut mit Grünflächen.
Stefan Lohr
8 12 25 / 08:00Die Zahl 23.487 ist korrekt, basierend auf den offiziellen Meldebehördenstand vom 31.12.2024. Die Prognose für 2025 mit 23.600 ist statistisch plausibel, berücksichtigt jedoch keine Abwanderungstrends aus den neuen Wohngebieten, die in den letzten 18 Monaten nicht ausreichend evaluiert wurden.
Elin Lim
9 12 25 / 18:52Wachstum ist kein Ziel. Es ist ein Nebeneffekt von Entscheidungen, die andere getroffen haben.
Man sollte fragen: Wofür wächst man?
INGEBORG RIEDMAIER
11 12 25 / 04:11Die Bevölkerungsentwicklung in Oer-Erkenschwick weist eine signifikante positive Trendwende seit 2018 auf, welche auf eine konsequente Wohnraumförderung, eine optimierte Verkehrsinfrastruktur sowie eine strategische Umwandlung von Industriebrachen zurückzuführen ist. Diese Maßnahmen entsprechen den Kriterien der Stadtentwicklungspolitik des Landes NRW gemäß § 11 BauGB.
Koen Punt
11 12 25 / 11:29Interessant, wie man hier von "Attraktivität" spricht, als wäre es ein Marketing-Video. Das ist nicht "Mittelzentrum" - das ist eine suboptimale Kompromisslösung für Leute, die keine Wahl haben. Die echte Stadtentwicklung findet in Köln oder Hannover statt. Hier wird nur verlängert, was längst abgebrochen werden sollte.
Harry Hausverstand
12 12 25 / 05:41Ich bin 2015 von Dortmund hierher gezogen. Hatte keine Ahnung, dass ich so was finden würde. Kein Lärm, aber trotzdem alles da. Die Leute grüßen, die Bäckerei hat noch Brot am Abend, und der Bahnhof ist zuverlässig. Das ist kein Zufall. Das ist Arbeit.
Stephan Lepage
14 12 25 / 02:3423k Leute und die schreiben noch so ne lange Geschichte drüber? Haha. Ich hab das ganze gelesen und jetzt weiß ich immer noch nicht ob ich hier wohnen will oder nicht. Ist doch egal, oder? Die Leute ziehen halt hin weil sie kein Geld haben. Punkt.
Erica Schwarz
15 12 25 / 04:03Ich bin vor drei Jahren hierher gezogen, mit zwei Kindern. Die Grundschule ist super, der Stadtpark ist ein Traum, und die Nachbarn haben uns beim Umzug geholfen. Ich hab nie gedacht, dass ich so etwas in NRW finden würde. Danke, Oer-Erkenschwick.
Oliver Sy
16 12 25 / 19:05Die Bevölkerungsdynamik in Oer-Erkenschwick entspricht einem klassischen Fall von "Urban Sprawl Reverse" - eine dezentrale Reurbanisierung im Kontext des Ruhrgebiets. Die Schaffung von 150 Wohneinheiten pro Jahr übersteigt den natürlichen Zuwachs und führt zu einer positiven Nettozuwanderung, die durch die proximity zu den Metropolen Dortmund und Recklinghausen katalysiert wird. Die Infrastrukturinvestitionen sind im Einklang mit den Zielen der Landesentwicklungsplanung 2030.
Steffen Ebbesen
17 12 25 / 15:5923.600 Einwohner? Und das nennen sie Wachstum? Das ist kein Trend, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. In Berlin ziehen täglich 500 Leute ein. Hier wachsen sie wie Schnecken. Und dann wird noch ein Artikel darüber geschrieben? Lachhaft.
Stephan Brass
18 12 25 / 17:12Wachstum? Wie kommst du darauf? Die Zahl ist doch genauso wie vor 5 Jahren. Und die "neuen Wohngebiete"? Das sind doch nur Betonblöcke auf alten Müllhalden. Und wer hat das alles bezahlt? Wir alle. Mit Steuern. Und jetzt sollen wir uns freuen? Nein danke.
Sven Schoop
19 12 25 / 08:04Das ist doch alles falsch! Die Einwohnerzahl ist nicht 23.487 - das ist veraltet! Die Meldebehörde hat am 15. Januar 2025 eine Korrektur vorgenommen, weil 127 Leute doppelt gemeldet waren! Und die 23.600? Quatsch! Das ist eine Wunschvorstellung von der Stadtverwaltung! Ich hab’s nachgeprüft! Mit den Originalunterlagen! Und die zeigen: Es sind nur 23.391! Und das ist ein Rückgang! Und die ganzen "Grünen Flächen"? Die sind doch nur für Touristen! Die echten Leute hier haben doch keine Zeit dafür!
Markus Fritsche
19 12 25 / 14:52Manchmal denk ich: Warum muss alles immer größer werden? Warum nicht einfach gut? Oer-Erkenschwick ist nicht perfekt - aber es ist menschlich. Und das ist mehr, als viele Großstädte heute noch bieten.
Vielleicht ist das der echte Fortschritt.