Türken in Oer-Erkenschwick, die größte ethnische Minderheit der Stadt, die seit den 1960er Jahren hier sesshaft wurde und heute einen Anteil von 40 % der Bevölkerung ausmacht. Auch bekannt als Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, prägen sie das tägliche Leben in Oer-Erkenschwick – von den Supermärkten bis zu den Vereinen.
Diese Gemeinschaft ist kein Zufall. Sie entstand, weil Oer-Erkenschwick damals wie viele Industriestädte in NRW dringend Arbeiter brauchte. Die ersten Gastarbeiter kamen aus der Türkei, um in den Bergwerken und Fabriken zu arbeiten – und blieben. Ihre Kinder und Enkel sind hier geboren, aufgewachsen und haben Wurzeln geschlagen. Heute sind sie Ärzte, Lehrer, Ladenbesitzer und Eltern, die ihre Kinder in der Stadt großziehen. Sie sind kein "Problem", sondern ein Teil des Gewebes. Die türkischen Familien haben Kirchen, Moscheen, Vereine und sogar eigene Bäckereien aufgebaut – nicht, um sich abzugrenzen, sondern um hier anzukommen.
Ausländeranteil NRW, ein Begriff, der oft nur Zahlen erzählt, aber in Oer-Erkenschwick eine lebendige Realität ist. Hier ist er höher als in Düsseldorf, Köln oder Essen – nicht weil mehr Menschen kommen, sondern weil weniger wieder gehen. Die türkische Einwanderung hier ist stabil, intergenerational und tief verwurzelt. Und das macht den Unterschied: Es geht nicht um Ankunft, sondern um Zuhause-Sein.
Was viele nicht wissen: Viele Familien in Oer-Erkenschwick sprechen heute Türkisch zu Hause, Deutsch in der Schule und manchmal sogar beides gleichzeitig. Ihre Kinder wachsen mit zwei Kulturen auf – und das ist normal. Es gibt kein "entweder-or". Die türkischen Feiertage werden gefeiert, die deutschen Traditionen mitgelebt. Die Bäckerei neben dem Supermarkt verkauft sowohl Döner als auch Brezeln. Das ist keine Ausnahme – das ist Alltag.
Und ja, es gibt auch Herausforderungen. Sprache, Integration, Bildung – aber die werden hier nicht diskutiert, sondern gelebt. Die Schulen haben Sprachförderung, die Vereine verbinden Jung und Alt, und die Stadtverwaltung arbeitet mit den Gemeinschaften zusammen. Es ist kein perfektes Modell – aber es funktioniert. Weil es von unten kommt, nicht von oben.
Wenn du hier durch die Straßen gehst, siehst du Menschen mit türkischem Hintergrund, die den Ort prägen – nicht als Gäste, sondern als Bürger. Sie haben Häuser gekauft, Kinder in die Kitas gebracht, Nachbarn kennengelernt. Sie sind Teil der Geschichte von Oer-Erkenschwick – und das seit mehr als 60 Jahren. Was du hier findest, sind keine Statistiken. Das sind Geschichten. Von Menschen, die gekommen sind, um zu arbeiten – und blieben, um zu leben.
Unten findest du Artikel, die genau diese Geschichten erzählen: Wer sie sind, woher sie kommen, wie sie leben und warum Oer-Erkenschwick für sie mehr ist als nur eine Adresse.
Sind die Türken in Oer-Erkenschwick nett? Die Antwort liegt nicht in Stereotypen, sondern in Alltagsgeschichten: von Nachbarn, die helfen, Kindern, die spielen, und Menschen, die einfach menschlich sind.
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