Ernährung, die tägliche Aufnahme von Nahrung, die Körper und Geist versorgt. Auch in Oer-Erkenschwick ist sie mehr als nur Essen – sie ist Kultur, Herkunft und Alltag. Wer hier aufwächst, isst nicht nur, um satt zu werden. Die Speisekarte spiegelt wider, wer hier lebt: Deutsche Familien mit Kartoffelsalat und Wurst, türkische Nachbarn mit Linsensuppe und Gemüsepfanne, und Menschen, die zwischen beiden Welten pendeln. Es ist kein Zufall, dass Oer-Erkenschwick den höchsten türkischen Bevölkerungsanteil in ganz Nordrhein-Westfalen hat – und das hat Auswirkungen auf jeden Supermarkt, jede Bäckerei und jede Kantine.
Gesundheit, der Zustand körperlicher und seelischer Balance hängt direkt damit zusammen. Wer in der Erkältungszeit auf Zink, ausreichend Schlaf und Nasenspülung setzt, weiß: Gesundheit wird nicht im Krankenhaus, sondern in der Küche gemacht. Die Pharmazeutik-Lifehacks, die hier oft geteilt werden, sind keine Modeerscheinung – sie sind Überlebensstrategien, die aus Erfahrung kommen. Und wer in Oer-Erkenschwick aufpasst, merkt: Die älteren Nachbarn, die noch selbst einkochen, haben oft die besten Tipps. Sie wissen, wie man mit Knoblauch, Honig und viel Ruhe eine Erkältung abfängt – ohne Antibiotika.
türkische Gemeinschaft, eine der größten ethnischen Gruppen in der Stadt, die ihre Esskultur mitgebracht hat hat die Ernährung hier nachhaltig geprägt. Wo früher nur Metzger mit Wurst und Fleisch waren, gibt es heute auch Dönerläden, die seit 30 Jahren Familien ernähren. Die türkische Küche ist nicht exotisch – sie ist einfach Teil des Alltags. Wer hier aufwächst, kennt die Geschmäcker von Kuru Fasulye und Simit, bevor er überhaupt weiß, wie man sie nennt. Und das ist kein Mangel an deutscher Küche – das ist Bereicherung.
Es geht nicht darum, wer besser isst. Es geht darum, wie wir gemeinsam essen. In Oer-Erkenschwick wird nicht nur Nahrung verbraucht – sie wird geteilt, weitergegeben, bewahrt. Die Mutter von Leonardo DiCaprio, geboren hier, hat wahrscheinlich Kartoffelbrei und Bohnen gekocht. Laura Linney, deren Mutter aus der Stadt stammt, spricht Deutsch – und hat vermutlich auch die Gerüche aus der Küche mitgenommen. Diese Geschichten sind nicht nur persönlich. Sie sind kulinarische Archivstücke.
Was Sie hier finden, sind keine Rezepte aus Kochbüchern. Das sind echte Geschichten: von Leuten, die ihre Großmutter nach dem Rezept für Bohneneintopf fragen, von Eltern, die ihre Kinder mit Zinktabletten und Gemüse durch die Grippesaison bringen, von Nachbarn, die sich gegenseitig Suppen mitbringen, wenn jemand krank ist. Die Ernährung in Oer-Erkenschwick ist kein Trend. Sie ist ein Lebensstil, der aus dem Zusammenleben entstanden ist. Und das, was unten steht, ist genau das: die wahren, unverfälschten Berichte über das, was hier auf den Tisch kommt – und warum das alles so wichtig ist.
Leonardo DiCaprio ist seit den 1990er-Jahren vegan - nicht aus Mode, sondern aus Konsequenz für den Klimaschutz. Erfahre, warum er tierische Produkte ablehnt und wie er die Filmindustrie verändert hat.
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