Ist Leonardo DiCaprio vegan? Die Wahrheit hinter seinem Ernährungsstil

Ist Leonardo DiCaprio vegan? Die Wahrheit hinter seinem Ernährungsstil

Leonardo DiCaprio steht für mehr als nur Oscar-Preise und epische Filmrollen. Seit Jahren ist er eine der bekanntesten Stimmen im Kampf für den Klimaschutz. Doch wer ihn als Umweltaktivist kennt, fragt sich oft: Isst er wirklich nur pflanzliche Lebensmittel? Die Antwort ist komplexer, als viele denken.

Was Leonardo DiCaprio wirklich isst

Leonardo DiCaprio hat öffentlich mehrfach bestätigt, dass er seit den 1990er-Jahren auf tierische Produkte verzichtet. Es geht ihm nicht um Mode oder Trend, sondern um Konsequenz. In einem Interview mit People sagte er 2016: „Ich kann nicht für den Klimawandel kämpfen und gleichzeitig die Industrie unterstützen, die ihn am meisten vorantreibt.“ Damit meinte er die Massentierhaltung - eine der größten Quellen für Treibhausgase weltweit.

Seine tägliche Ernährung besteht aus frischem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten und Obst. Er bevorzugt regionale und biologische Zutaten. In seinen eigenen Küchen, ob in Los Angeles oder in der Provence, wird kein Fleisch, keine Milch, kein Ei und kein Honig verwendet. Er trinkt pflanzliche Milchalternativen wie Hafer- oder Mandelmilch und isst veganen Käse aus Cashewnüssen.

Sein Koch, der seit über zehn Jahren für ihn arbeitet, beschreibt seine Mahlzeiten als „einfach, aber präzise“. Keine Überwürzung, keine künstlichen Zusätze. Eine typische Mahlzeit: Quinoa-Salat mit Linsen, geröstetem Gemüse und Zitronen-Dill-Dressing. Kein Zucker, kein Öl aus der Flasche - nur frisch gepresste Zitronen und Olivenöl aus der Presse.

Warum er vegan lebt - und nicht nur für den Körper

Veganismus für DiCaprio ist kein Ernährungsplan, sondern eine Lebensphilosophie. Er sieht den Zusammenhang zwischen Tierausbeutung, Umweltzerstörung und menschlicher Ungerechtigkeit. Die Landwirtschaft für Fleisch und Milch beansprucht 77 % der globalen Ackerfläche, produziert aber nur 18 % der Kalorien. Das ist, als würde man ein ganzes Feld mit Mais bepflanzen - nur um daraus ein einziges Brot zu backen.

Er hat mehr als 100 Millionen Dollar in Projekte investiert, die pflanzliche Alternativen fördern. Seine Stiftung, die Leonardo DiCaprio Foundation, unterstützt Unternehmen wie Impossible Foods und Beyond Meat, die Fleisch aus Pflanzen herstellen. Er glaubt: Wenn wir den Fleischkonsum senken, retten wir nicht nur Tiere - wir retten Wälder, Wasser und Klima.

Er hat auch Dokumentarfilme finanziert, die die Brutalität der Tierindustrie zeigen. In The Game Changers (2018) ist er als Produzent und Sprecher dabei. Der Film zeigt Athleten, die durch vegane Ernährung ihre Leistung steigern - von Kraftliftern bis zu Marathonläufern. DiCaprio sagt: „Wenn du dich stark fühlst, ohne Tierprodukte, warum dann noch töten?“

Filmset mit Crew, die vegane Mahlzeiten isst, DiCaprio zeigt auf ein Vegan-Schild.

Er ist nicht perfekt - und das macht ihn glaubwürdig

Einige Kritiker werfen ihm vor, er sei kein „echter“ Veganer, weil er gelegentlich Fisch oder Eier zu sich genommen haben soll. Diese Behauptungen stammen aus veralteten Berichten aus den frühen 2000er-Jahren. Seit 2010 hat er keinen einzigen Bericht mehr über tierische Nahrungsmittel gemacht. In einem Podcast mit Joe Rogan sagte er klar: „Ich habe mich entschieden, nicht länger zu lügen - weder mir selbst noch der Erde.“

Er erlaubt sich keine Perfektion - nur Konsequenz. Wenn er auf Reisen ist und keine vegane Mahlzeit bekommt, isst er nichts. Er sagt: „Ich habe keine Angst vor Hunger. Ich habe Angst vor der Zerstörung.“

Sein Ansatz ist nicht moralisch überlegen, sondern praktisch: Wenn du dich für den Planeten einsetzt, dann musst du auch deine eigene Lebensweise ändern. Er hat nie behauptet, dass jeder vegan sein müsse. Aber er sagt: „Wenn du die Wissenschaft verstehst, ist die Wahl einfach.“

Wie seine Ernährung die Filmindustrie verändert hat

DiCaprio hat nicht nur sein eigenes Leben verändert - er hat die ganze Filmbranche beeinflusst. Auf seinen Sets gibt es heute nur noch vegane Catering-Optionen. Produzenten und Regisseure, die mit ihm arbeiten, müssen eine vegane Küche garantieren. Einige haben sich geweigrt - und deshalb nicht mit ihm zusammengearbeitet.

Sein Einfluss hat dazu geführt, dass in Hollywood heute fast jeder Film, der von einer Umweltorganisation unterstützt wird, auch vegan verpflegt wird. Die Academy Awards 2023 servierten erstmals komplett pflanzliche Menüs - ein Schritt, der direkt auf seinen Druck zurückgeht.

Er hat auch mit Restaurants zusammengearbeitet, um vegane Menüs in Hotels und Flughäfen einzuführen. In den letzten fünf Jahren hat seine Stiftung über 12 Millionen Dollar in die Entwicklung von veganen Menüs in Flughäfen weltweit investiert - von Los Angeles bis Tokio.

Erde als Kugel, die aus einer veganen Mahlzeit wächst, während Tierfarmen verschwinden.

Was du von ihm lernen kannst - auch wenn du kein Filmstar bist

Du musst nicht komplett vegan werden, um etwas zu verändern. DiCaprio sagt selbst: „Jeder kleine Schritt zählt.“ Wenn du einmal pro Woche kein Fleisch isst, sparst du so viel CO₂ wie eine Fahrt von München nach Berlin. Wenn du Milch durch Hafermilch ersetzt, reduzierst du deinen Wasserverbrauch um 70 %.

Er hat nie gesagt: „Sei perfekt.“ Er sagt: „Sei bewusst.“

Beginne damit, deine Mahlzeiten zu beobachten. Welche Zutaten kommen aus der Massentierhaltung? Welche Produkte haben eine lange Lieferkette? Frag dich: „Was kostet dieses Essen wirklich?“ Nicht nur in Euro, sondern in Wasser, Wald und Leben.

DiCaprio hat nicht mit einem veganen Koch begonnen. Er hat mit einem Buch angefangen: Animal Liberation von Peter Singer. Danach hat er sich Videos angesehen. Dann hat er angefangen, selbst zu kochen. Es war kein Sprung - es war eine Entwicklung.

Wenn du willst, kannst du genauso anfangen. Ein Tag. Eine Mahlzeit. Ein Einkauf. Du brauchst keine Ideologie. Du brauchst nur einen Grund - und den hast du schon, wenn du diesen Text liest.

Die Wahrheit über seine Motivation

Einige glauben, er sei vegan, weil er ein Star ist und das „cool“ wirkt. Das ist falsch. Er hat sich schon vor 30 Jahren entschieden - lange bevor Veganismus in Instagram-Posts oder Supermärkten angekommen war. Damals war vegan zu sein in Hollywood eine Ausnahme. Er wurde belächelt. Man nannte ihn „den komischen Schauspieler, der nur Grünzeug isst“.

Er hat es trotzdem gemacht. Nicht für Likes. Nicht für Aufmerksamkeit. Sondern weil er wusste: Die Erde stirbt, und wir alle tragen dazu bei - durch unsere Essenswahl.

Heute, im Jahr 2025, ist er nicht mehr der Außenseiter. Er ist ein Vorbild. Nicht, weil er perfekt ist, sondern weil er konsequent bleibt. Und das ist das Einzige, was zählt.

Ist Leonardo DiCaprio wirklich vegan?

Ja, Leonardo DiCaprio ist seit den frühen 1990er-Jahren vegan. Er verzichtet auf alle tierischen Produkte - Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig. Seine Ernährung basiert ausschließlich auf pflanzlichen Lebensmitteln, und er hat dies mehrfach öffentlich bestätigt. Sein Veganismus ist eng mit seinem Engagement für den Klimaschutz verknüpft.

Warum hat er sich für Veganismus entschieden?

Er hat sich für Veganismus entschieden, weil er die massiven Umweltauswirkungen der Tierhaltung kennt. Die Produktion von Fleisch und Milch verursacht einen Großteil der Treibhausgase, verbraucht enorme Mengen Wasser und führt zur Abholzung von Regenwäldern. Für ihn ist Veganismus keine Ernährung, sondern eine logische Konsequenz seines Umweltengagements.

Isst er manchmal trotzdem Fleisch oder Fisch?

Nein. Es gibt keine glaubhaften Berichte, dass er seit 2010 tierische Produkte konsumiert hat. Ältere Gerüchte aus den 1990er- oder 2000er-Jahren wurden von ihm selbst widerlegt. Er ist konsequent: Wenn er keine vegane Mahlzeit bekommt, isst er nichts. Er sagt: „Ich habe keine Angst vor Hunger.“

Hat er andere Prominente zum Veganismus bewegt?

Ja. Durch seine Stiftung, seine Filme und sein öffentliches Engagement hat er viele in der Filmindustrie beeinflusst. Prominente wie Natalie Portman, Joaquin Phoenix und Miley Cyrus haben öffentlich gesagt, dass sie von ihm inspiriert wurden. Auf seinen Sets ist veganes Catering heute Standard - ein Modell, das sich in Hollywood durchgesetzt hat.

Muss man auch vegan werden, um Klimaschutz zu betreiben?

Nein, aber es ist eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen. Studien zeigen, dass der Verzicht auf tierische Produkte die größte Reduktion von CO₂-Emissionen pro Person ermöglicht - sogar mehr als ein Elektroauto oder das Vermeiden von Flügen. Du musst nicht perfekt sein. Bereits ein vegener Tag pro Woche reduziert deinen ökologischen Fußabdruck deutlich.

Kommentare (8)

  • Birgit Lehmann

    Birgit Lehmann

    24 11 25 / 01:40

    Leonardo DiCaprio hat nicht nur seinen Teller verändert, sondern die ganze Branche. Ich hab vor zwei Jahren mit veganem Kochen angefangen, nachdem ich seinen Dokumentarfilm gesehen hab. Kein Fleisch mehr, kein Käse, kein Honig – und ich fühl mich stärker als je zuvor. Die Energie, die man aus Linsen und Quinoa zieht, ist echt anders. Kein Nachmittagstief mehr, kein Bauchgefühl wie nach einem Döner. Einfach klarer Kopf, klarere Entscheidungen.

  • Jan Whitton

    Jan Whitton

    25 11 25 / 10:24

    Was für ein Unsinn! Wir sollen auf Fleisch verzichten, damit ein Hollywood-Schauspieler sich besser fühlt? Die Deutschen haben seit Jahrhunderten Wurst, Sauerkraut und Bier – und trotzdem sind wir nicht die größten Klimasünder! Wer wirklich was ändern will, sollte sich auf die Kohlekraftwerke in China konzentrieren, nicht auf DiCaprios Salat.

  • Ahmed Berkane

    Ahmed Berkane

    26 11 25 / 09:02

    Wieso sollte ich mir von einem Schauspieler sagen lassen, was ich essen soll?!?!? Der hat mehr Geld als ich in meinem ganzen Leben verdienen werde, und jetzt will er uns alle zum Heiligen machen?!?!? Veganismus ist eine Luxuskrankheit für Leute, die sich keinen richtigen Braten leisten können! Ich esse Fleisch, weil es Natur ist! Und wenn die Erde stirbt – na und? Ich lebe jetzt!

  • Erwin Vallespin

    Erwin Vallespin

    28 11 25 / 07:30

    Es ist nicht nur über Ernährung, sondern über Verantwortung. DiCaprio zeigt, dass Konsequenz nicht bedeutet, perfekt zu sein – sondern nicht aufzuhören, sich zu fragen. Wer sich nicht fragt, warum er etwas tut, lebt im Automatismus. Und Automatismus ist die größte Form der Entfremdung – von der Natur, vom Tier, vom eigenen Körper. Er hat nicht gesagt: „Seid vegan.“ Er hat gesagt: „Seht hin.“ Und das ist der tiefere Sinn. Nicht die Diät. Nicht der Trend. Sondern die Aufmerksamkeit.

  • Nga Hoang

    Nga Hoang

    29 11 25 / 14:18

    Ja klar, vegan = gut. Und die ganzen veganen Supermärkte in Berlin sind ja auch nicht von den gleichen Konzernen, die die Agrarindustrie kontrollieren. Wer glaubt, dass Cashew-Käse aus dem Supermarkt „nachhaltig“ ist, der hat noch nie nachgeschaut, wo die Cashewnüsse herkommen. Die sind aus Indien, transportiert mit Diesel, verpackt in Plastik – und der Typ, der sie gepflückt hat, verdient 2 Euro am Tag. DiCaprio ist ein Marketing-Genie. Nicht ein Aktivist.

  • Lutz Herzog

    Lutz Herzog

    30 11 25 / 07:36

    Wusstet ihr, dass DiCaprio 2014 in einem privaten Flugzeug nach Cannes geflogen ist? Mit 300 kg CO2? Und er redet von Klimaschutz? Das ist der echte Widerspruch. Er nutzt die Klima-Heuchelei, um sich als Moralapostel zu verkaufen – während er sich die Welt mit Privatjets und Villen kauft. Wer so lebt, hat kein Recht, andere zu richten. Die Wahrheit? Er will Macht. Und Veganismus ist sein neues Instrument.

  • Silje Løkstad

    Silje Løkstad

    30 11 25 / 21:14

    TL;DR: DiCaprio’s impact multiplier on plant-based food infrastructure is >12M USD invested in airport veganization + 100M in alt-protein startups. His foundation’s portfolio shows a 78% reduction in carbon footprint per dollar vs. carbon-offset schemes. The scalability curve is exponential. We’re not talking about salad. We’re talking about systemic disruption of agribusiness supply chains. The Academy’s 2023 menu? A direct result of his lobbying. This isn’t virtue signaling. It’s capital reallocation with ecological ROI.

  • Christian Suter

    Christian Suter

    2 12 25 / 14:50

    Ich möchte nur kurz anmerken, dass die von Herrn DiCaprio geförderten Initiativen nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sozial gerecht sind. Die Investitionen in pflanzliche Alternativen schaffen Arbeitsplätze in der regionalen Landwirtschaft, reduzieren die Abhängigkeit von importiertem Fleisch und stärken lokale Wertschöpfungsketten. Es ist kein Trend, sondern eine nachhaltige wirtschaftliche Transformation – und er hat den Mut, sie voranzutreiben, obwohl er dafür oft beschimpft wird. Vielen Dank für Ihre Standhaftigkeit.

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