Westfälisch: Was es wirklich bedeutet und warum es Oer-Erkenschwick prägt

Was bedeutet Westfälisch, eine regionale Sprachvariante im Herzen von Nordrhein-Westfalen, die sich durch klare Aussprache, einfache Satzstrukturen und einen eigenen Wortschatz auszeichnet. Auch bekannt als Westfälischer Dialekt, ist es kein veralteter Redeschwall, sondern eine lebendige Form des Alltagsdeutsch, die noch heute in Küchen, Werkstätten und auf dem Markt gesprochen wird. In Oer-Erkenschwick hört man sie besonders deutlich – nicht als Theaterstück, sondern als natürliche Sprache von Menschen, deren Familien seit Generationen hier leben.

Westfälisch ist eng verknüpft mit Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus britischen Besatzungsgebieten entstand und heute die größte Bevölkerungsdichte im Ruhrgebiet hat. Es ist kein Zufall, dass viele der hier dokumentierten Geschichten – von den Kennzeichen KW und ÖHR bis hin zu den türkischen Gemeinschaften oder der Herkunft von Michael Fassbender – aus dieser Region stammen. Westfälisch ist der unsichtbare Faden, der diese Orte miteinander verbindet. Es ist die Sprache, in der Großeltern Geschichten erzählen, in der Nachbarn sich auf dem Weg zur Bäckerei unterhalten, und in der manche noch heute sagen: "Dat is doch klar" statt "Das ist doch klar".

Die Sprache hat auch mit Sprache, dem Medium, das Kultur, Identität und Erinnerung trägt, und das in Nordrhein-Westfalen als Heimat der reinen Standardsprache gilt zu tun. Wer behauptet, das reinste Hochdeutsch komme aus Bayern oder Berlin, irrt. Die moderne Standardsprache entstand hier, in den Schulen und Verwaltungen des Ruhrgebiets – und sie trug viele westfälische Klänge mit sich. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Tatsache: Westfälisch ist nicht das Gegenteil von Hochdeutsch, sondern sein Grundstein.

Und dann gibt es noch die Menschen. Die, die in Oer-Erkenschwick aufgewachsen sind und trotz aller Veränderungen noch immer sagen: "Morgen geh ich mal in die Stadt" – nicht nach Essen, nicht nach Dortmund, sondern einfach in die Stadt. Weil für sie die Stadt Oer-Erkenschwick ist. Westfälisch ist die Stimme dieser Orte. Es ist die Sprache, die keine große Bühne braucht, aber trotzdem gehört wird. In den Artikeln unten findest du Geschichten, die ohne Westfälisch nicht existieren würden – von den Kennzeichen, die die Region benennen, bis zu den Familien, die hier ihre Wurzeln haben. Du wirst sehen: Es geht nicht nur um Wörter. Es geht um Heimat.

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