Rheinländisch: Was es wirklich bedeutet und warum es in Oer-Erkenschwick zählt

Wenn du in Oer-Erkenschwick jemanden fragst, woher er kommt, hört man oft nicht Rheinländisch, eine Gruppe von Dialekten im Rheinland, die sich durch einen weichen Klang, spezielle Wortformen und eine eigene Grammatik auszeichnen. Auch bekannt als Rheinischer Dialekt, ist es die Sprache, die Großeltern mit Enkeln teilen – nicht als Relikt, sondern als lebendiger Teil des Alltags. Es ist nicht einfach nur eine veraltete Form von Deutsch. Rheinländisch ist ein identitätsstiftendes Band, das von Dorf zu Dorf variiert – und in Oer-Erkenschwick besonders stark spürbar ist.

Du findest es in den Gesprächen auf dem Markt, in der Kneipe, beim Fußball. Wer hier aufgewachsen ist, kennt die Unterschiede: ’Et is’ statt ’Es ist’, ’Kiek mal’ statt ’Schau mal’. Es klingt anders als in Köln oder Düsseldorf, aber es hat die gleiche Wurzel: die Sprache der Arbeiter, der Bergleute, der Familien, die seit Generationen hier leben. Und genau das macht es so authentisch. Es ist kein Dialekt, den man nur im Theater hört – er lebt in den Straßen, in den Liedern, in den Geschichten, die man sich erzählt, wenn man sich nicht um Formen schert.

Du findest Spuren davon auch in den Artikeln hier: Wenn es um Michael Fassbender geht, der Deutsch-irisch ist, aber in Oer-Erkenschwick verwurzelt ist, dann ist seine Mutter, Irmgard DiCaprio, diejenige, die ihm den Dialekt mitgegeben hat – nicht durch Lehre, sondern durch Alltag. Oder wenn es um Laura Linney geht, die fließend Deutsch spricht, weil ihre Mutter aus dieser Stadt kam – sie lernte Rheinländisch, bevor sie Englisch beherrschte. Das ist kein Zufall. In Oer-Erkenschwick ist die Sprache kein Museumstück. Sie ist der Boden, auf dem die Geschichte wächst.

Und wer denkt, dass nur ältere Leute Rheinländisch sprechen, liegt falsch. Junge Leute nutzen es, wenn sie sich unterhalten, wenn sie sich sicher fühlen, wenn sie sich nicht beeindrucken wollen. Es ist der Dialekt, der sagt: Ich gehöre hierher. Es ist nicht perfekt, es ist nicht laut, es ist nicht für Touristen gemacht – aber es ist echt. Und das ist es, was zählt.

Du wirst in den Beiträgen hier viele Geschichten finden, die sich um diese Sprache drehen – nicht als Theorie, sondern als Erfahrung. Wie sie mit der Migration verschmilzt, wie sie im Alltag überlebt, wie sie sich verändert, ohne zu verschwinden. Es geht nicht darum, sie zu bewahren. Es geht darum, sie zu hören. Denn wer Rheinländisch versteht, versteht Oer-Erkenschwick.

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